Balu

Zum Glück habe ich Balu. Müsste ich nur von der Zuneigung meiner Mitmenschen leben, wäre ich schon lange an einer Überdosis Enttäuschung zu grunde gegangen. Im Gegensatz zu Mitmenschen, hat mich Balu noch nie enttäuscht. 

Menschen kann man einfach nicht trauen. Sie verfolgen eigene Interessen, sie änderen ihre Meinung, suchen laufen Abwechslung. Es fehlt ihnen schlicht der Sinn für Treue. Männern ganz besonders. Nicht so Balu.

Ich kann mir nichts treueres vorstellen als Balu. Balu mag mal übermütig davonrennen, doch wenn ich ihn zurückrufe, kommt er nicht etwa mürrisch zurückgetrottet, sondern rennt mit der gleichen Begeisterung zu mir zurück, wie er losgerannt ist. Lasse ich ihn tagsüber alleine zushause und komme nach der Arbeit heim, kann er seine Freude über das Wiedersehen unmöglich verbergen, sonder bringt seine Freude durch Freudensprünge und Begrüssungsgebell zum Ausdruck. 

Auch Streiten kennt Balu nicht. Bellt er mich einmal an, bedarf es nur eines deutlichen scharfen Wortes, um für Ruhe zu sorgen. Kein endloses nervenaufreibendes Diskutieren oder Gezänk. Dafür hat Balu eine feine Wahrnehmung für Leute mit schlechter Aura. Wenn er jemand anderen anbellt, ist das ein untrügliches Zeichen, für eine Person mit enormem Enttäuschungspotenzial und Grund genug um die Person einen grossen Bogen zu machen.

Eine solche Freundschaft muss man sich natürlich verdienen. Etwas Erziehung ist schon notwending, so wie bei Kindern auch. Aber nach der Angewöhung, wird die innige Freundschft auf Lebzeiten bestehen bleiben. Wenn es um Freundschaft geht könnten sich die Menschen an Hunden ein Vorbild nehmen!

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